Herbert Gletter
ZurückHerbert Gletter ist keine Ketten- und Reifenfiliale im klassischen Sinn, sondern eine Motorradwerkstatt mit eigener Fertigung, die sich auf ein sehr klar umrissenes Segment spezialisiert hat: den BMW-Zweiventil-Boxer. Die Adresse lautet Wetzelsrieder Straße 38 in 88260 Argenbühl-Ratzenried, erreichbar unter der Telefonnummer 07522 28641, im Netz unter gletter.de. Wer im Raum Ravensburg, Bad Waldsee oder Weingarten ein Motorrad fährt, das nicht mit einem Gabelrohr in einem Vierventil-Zylinder arbeitet, sondern mit den beiden schon legendären Boxer-Triebwerken der R-Serie, findet hier eine Adresse, die in dieser Form selten ist.
Was dieses Motorradgeschäft ausmacht
Die Werkstatt wird von einem Team betrieben, das als Vater und Sohn beschrieben wird – ein Detail, das mehr über die Arbeitsweise verrät als jede Broschüre. Ein solcher Betrieb arbeitet nach dem Prinzip: Das Wissen bleibt im Haus, Entscheidungen werden schnell getroffen, und wenn ein Kunde mit einem Sonderwunsch kommt, wird nicht auf einen Lieferanten verwiesen, sondern selbst gearbeitet. Genau daran zeigt sich die eigentliche Stärke dieses Motorrhändlers und Motorradgeschäfts: Neben der klassischen Reparatur von Zweiventil-Boxern werden hier Bauteile angefertigt oder in Auftragsarbeit bezogen, die es im Serienhandel nicht zu kaufen gibt.
Zu den wiederholt genannten Produkten gehören ein Rahmenheck mit Gummiabdeckung, Auspuffanlagen in individueller Ausführung, Schalthebel in klassischer Optik und ein Seitenständer mit Kontaktschalter, der verhindert, dass das Motorrad im Leerlauf umkippt. Gerade solch kleine, funktionale Details entscheiden über die Langzeitzuverlässigkeit eines über vierzig Jahre alten Boxers – und genau hier liegt ein Angebot, das kein Katalog der Serie abdecken würde.
Werkstattservice für den Zweiventil-Boxer
Neben der Teilefertigung nimmt die Firma auch die allgemeine Motorradwerkstatt-Leistung ernst. Genannt werden unter anderem:
- Wartung und Pflege von Zweiventil-Boxern der R-Serie, unter anderem der Modelle R 80 GS, R 100 GS und der F-Baureihe wie der BMW 650 F;
- Arbeiten an Dichtungen und Dichtungsmasse, die nach längerer Standzeit wieder zuverlässig halten sollen – ein Bereich, in dem ältere Motorräder regelmäßig undichte werden;
- Umbauten und Nachrüstungen rund um Rahmen, Schaltung und Auspuff;
- Fehlersuche und Instandsetzung von Motorrädern, die während einer Reise ausgefallen sind.
Dass Kunden aus dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus die Werkstatt aufsuchen, hat einen nachvollziehbaren Grund: Ein Problem an einem alten Boxer, bei dem die Spezialisten fehlen, bedeutet für viele Fahrer das Ende der Saison. Hier wird diese Notlage regelmäßig abgefangen – dazu gehören auch kurzfristige Hilfen, wenn eine geplante Reise durch ein Defekt-Problem gefährdet war und trotz Urlaub noch eine Reparatur möglich gemacht wurde. Eine solcher Leistungen war für die betroffenen Paare der entscheidende Unterschied zwischen einem abgesagten Urlaub und einer weitergefahrenen Tour.
Was Kunden besonders loben
Die Rückmeldungen aus der Kundschaft zeichnen ein sehr einheitliches Bild, und es lohnt sich, die Gründe dafür genauer zu benennen, weil sie für jeden Neukunden die wichtigsten Argumente sind.
Erstens: handwerkliche Präzision. Besonders häufig wird die saubere, exakte Arbeit betont. Wenn Teile wie Rahmenheck, Auspuff oder Seitenständer geliefert werden, wird nicht nur die Funktion, sondern auch die Verarbeitung und das Material gelobt. Mehrfach wird betont, dass ein Aufbauteil ohne Nacharbeit, ohne Anpassen und ohne Nachjustieren passte. Genau dieser Punkt entscheidet bei einem Zubehörteil darüber, ob der Kunde es weiterempfiehlt oder nicht.
Zweitens: die Bereitschaft, sich Zeit zu nehmen. Mehrere Kunden berichten, dass man sich ausführlich mit ihnen unterhalten hat, Wünsche aufgenommen wurden und die Umsetzung dann genau diesen Wünschen entsprach. Das klingt zunächst selbstverständlich, ist in der Werkstattszene aber keineswegs die Regel. In einer Werkstatt, die nur schnell durchturnen und weiterreichen will, entsteht genau die Arbeit, über die sich Motorradfahrer beschweren.
Drittens: die Kommunikation. Von Bestellung über Materialauswahl, Montagebeschreibung und Liefertermin bis zur Rückfrage beim Kunden wird durchgängig Kontakt gehalten. Für Bestellungen aus der Ferne ist das ein entscheidender Faktor, weil man sich bei einem individuell gefertigten Bauteil unsicher sein muss, wie es am Ende aussehen und funktionieren wird.
Viertens: die Flexibilität. Die Bereitschaft, auch am Sonntagabend oder während des Urlaubs zu helfen, zeigt, dass hier ein Mensch am Telefon hängt und nicht nur ein Kontaktformular beantwortet wird. Für Fahrer, die auf ihre Maschine angewiesen sind, ist dieser Unterschied oft wertvoller als ein günstiger Preis.
Fünftens: die Treue zum Motorrad. Dass hier mit klassischen und zugleich modernen Mitteln gearbeitet wird, wird ausdrücklich anerkannt. Die Mischung aus handwerklichem Traditionalismus und zeitgemäßer Technik entspricht dem, was die BMW-Boxer-Fahrerschaft schätzt: Das Motorrad soll original wirken, aber technisch zuverlässig sein.
Was kritisch zu beachten ist
Wer ehrlich urteilen will, muss auch die Schattenseiten nennen – und die gibt es hier, auch wenn sie seltener thematisiert werden.
Die Öffnungszeiten sind eingeschränkt. Montags, samstags und sonntags ist die Werkstatt geschlossen, regulär gearbeitet wird von Dienstag bis Freitag zwischen 8:00 und 12:00 Uhr sowie von 13:00 bis 17:00 Uhr. Für Besitzer, die wie viele Berufstätige nur abends oder am Wochenende Zeit haben, ist das eine echte Hürde. Wer vorbeikommen möchte, sollte vorher anrufen oder eine Mail schreiben, statt sich auf spontane Öffnungszeiten zu verlassen.
Ein Besuch während der offiziell geschlossenen Zeit kann enttäuschen. Es gibt Berichte von Interessenten, die während des Urlaubs eigens vorbeikommen wollten und dann auf eine abweisende Haltung trafen, obwohl der Betrieb an diesem Tag eigentlich geschlossen hatte. Das ist kein Fehler in der Handwerksarbeit, aber eine Lektion in der Organisation: Gerade bei einem Betrieb dieser Größe, in dem wenige Personen über Öffnungszeiten und Terminvergabe entscheiden, entstehen solche Situationen schnell. Der beste Schutz dagegen ist simpel: vorher anrufen und einen Termin vereinbaren.
Die Spezialisierung hat eine Kehrseite. Wer einen modernen Vierventil-Motor, einen Supersport oder ein Elektrobike fährt, ist bei dieser Werkstatt nicht richtig. Das ist kein Mangel, sondern eine logische Folge des Geschäftsmodells. Wer hingegen ein Zweiventil-Boxer-Fahrzeug besitzt und tuned, restauriert oder auf Langstreckentauglichkeit bringt, findet hier eine Adresse, die kaum zu ersetzen ist.
Dieindividualfertigung braucht Geduld. Wenn ein Rahmenheck, eine Auspuffanlage oder ein Seitenständer mit Schalter angefertigt oder bestellt wird, ist das kein Standardartikel, der am selben Tag vom Regal fällt. Vorbestellung, Abstimmung und Lieferzeit sind hier normal. Wer das einplant, wird enttäuscht sein; wer es weißt, profitiert von der Verlässlichkeit.
Die Lage. Argenbühl-Ratzenried liegt außerhalb der großen Ballungsräume, auf der Wetzelsrieder Straße in einer Ortslage, in der die Werkstatt räumlich begrenzt wirkt. Wer eine vollwertige, dauerhaft besetzte Verkaufsfläche mit sofort lieferbaren Neu- oder Gebrauchtmotorrädern erwartet, wird sie hier nicht finden. Der Schwerpunkt liegt klar auf Arbeit, Fertigung und Beratung – nicht auf Fahrzeugverkauf. Wer ein Motorrad sucht, sollte mit dieser Erwartungshaltung kommen.
Für wen sich die Werkstatt eignet
Das Profil ist klar: Diese Adresse lohnt sich für alle, die einen BMW-Zweiventil-Boxer fahren oder restaurieren und dabei Wert auf Individualität, Beständigkeit und saubere Ausführung legen. Dazu gehören Besitzer von R 80 GS, R 100 GS, R 100 RT und weiteren R-Modellen ebenso wie Fahrer der Boxer-Baureihen F und die wachsende Gruppe derer, die aus einem emissionsarmen Zweiventil-Motor ein zuverlässiges Reise- oder Alltagsrad machen.
Auch für Käufer, die eine Motorradwerkstatt suchen, die nicht nur repariert, sondern Lösungen konstruiert, ist der Betrieb interessant. Das Angebot reicht vom scheinbar simplen Zubehörteil bis zum kompletten Heck mit Auspuff und funktionierender Schaltung – und zwar aus einer Hand, die auch ganze Maschinen am Laufen hält.
Fazit
Herbert Gletter in Argenbühl-Ratzenried hat sich auf eine Aufgabe konzentriert, die im deutschen Motorradgeschäft nicht mehr alltäglich ist: die Pflege, Rettung und Weiterentwicklung der klassischen BMW-Boxer. Was dort geliefert wird, ist Handwerk mit Anspruch, ergänzt um eine rare Bereitschaft, auch unterwegs oder am Sonntag zu helfen. Die Kehrseiten – reduzierte Öffnungszeiten, keine Verkaufsfläche für Neu- und Gebrauchtmotorräder und die Notwendigkeit, einen Termin abzustimmen – sind für ein spezialisiertes Familienunternehmen dieser Art normal und lassen sich mit einem Anruf vorab unkompliziert lösen.
Wenn Sie einen Boxer fahren und wissen, dass Ihr Motorrad mehr verdient als eine Standardreparatur, sollten Sie die Telefonnummer 07522 28641 griffbereit haben. Und wenn Sie ein Bauteil benötigen, das im Serienhandel nicht zu bekommen ist, dann ist dies eine der Adressen in Deutschland, an der solche Wünsche nicht abgewiesen, sondern umgesetzt werden.