Motorrad-Kette spannen: Durchhang prüfen und richtig einstellen
So prüfen Sie den Durchhang Ihrer Motorradkette, stellen ihn korrekt ein und erkennen, wann ein...
Die B196-Kosten setzen sich aus zwei Teilen zusammen: der vorgeschriebenen Fahrerschulung in einer Fahrschule (mindestens neun Einheiten à 90 Minuten) und der Gebühr der Fahrerlaubnisbehörde für die Eintragung der Schlüsselzahl. Prüfungsgebühren fallen nicht an, weil es weder eine Theorie- noch eine Praxisprüfung gibt. Der größte Posten ist die Schulung, deren Preis von Fahrschule zu Fahrschule und je nach Region unterschiedlich ausfällt.
Mit der Schlüsselzahl 196 dürfen Inhaber der Klasse B in Deutschland Krafträder der Klasse A1 fahren: bis 125 cm³, bis 11 kW und mit höchstens 0,1 kW/kg. Rechtsgrundlage ist § 6b der Fahrerlaubnis-Verordnung. Wichtig für die Kostenabwägung:
Die Anlage 7b FeV schreibt mindestens neun Unterrichtseinheiten à 90 Minuten vor: mindestens vier Einheiten Theorie mit klassenspezifischem Stoff und mindestens fünf Einheiten praktische Fahrübungen. Die praktische Schulung darf nicht mehreren Teilnehmern gleichzeitig erteilt werden. Wer nach den Pflichteinheiten noch unsicher ist, bucht zusätzliche Fahrstunden.
Was den Preis beeinflusst:
Lassen Sie sich mehrere Angebote schriftlich geben und vergleichen Sie, was genau im Preis enthalten ist.
Die Eintragung erfolgt bei der Fahrerlaubnisbehörde, wobei ein neuer Kartenführerschein ausgestellt wird. Die Gebühr richtet sich nach der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr und den Abläufen vor Ort; die Höhe kann sich deshalb zwischen Behörden unterscheiden. Das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten in Berlin nennt zum Beispiel 26,50 Euro. Fragen Sie bei Ihrer Behörde nach dem genauen Betrag und ob Versandkosten hinzukommen.
Mitzubringen sind in der Regel: Ausweis, Führerschein, aktuelles biometrisches Passfoto und die Schulungsbescheinigung der Fahrschule.
Bis der neue Kartenführerschein vorliegt, dürfen Sie noch keine 125er fahren. Ob die Behörde eine vorläufige Bescheinigung ausstellt, unterscheidet sich je nach Bundesland und Behörde; fragen Sie beim Termin nach. Planen Sie außerdem ein, dass die Schulungen vor allem im Frühjahr gefragt sind und Termine dann knapp sein können.
Für die Praxiseinheiten brauchen Sie geeignete Schutzkleidung. Manche Fahrschulen verleihen sie, oft gegen Gebühr. Wer nach der Schulung regelmäßig fahren will, kauft meist eigene Ausrüstung: Helm, Jacke und Hose mit Protektoren, Handschuhe und Stiefel. Diese Anschaffung kann je nach Qualität einen erheblichen Teil des Gesamtbudgets ausmachen und sollte in die Rechnung einfließen. Anprobieren lohnt sich, vor allem beim Helm.
| Posten | Wer berechnet | Hinweis |
|---|---|---|
| Schulung (mind. 4 × Theorie, 5 × Praxis à 90 Min.) | Fahrschule | größter Posten, stark unterschiedlich |
| Zusätzliche Fahrstunden | Fahrschule | nur bei Bedarf |
| Eintragung/neuer Führerschein | Fahrerlaubnisbehörde | z. B. 26,50 Euro in Berlin |
| Passfoto | Fotograf/Automat | biometrisch |
| Prüfung | – | entfällt |
B196 ist günstiger und schneller als eine vollständige A1-Ausbildung mit zwei Prüfungen. Wer aber im Ausland fahren oder später auf A2 und A aufsteigen möchte, zahlt am Ende eventuell doppelt. Die Unterschiede erklären unsere Beiträge zum A1 Führerschein und zu den Kosten des Motorradführerscheins.
Neben dem Führerschein kommen Fahrzeug, Ausrüstung, Versicherung und Kfz-Steuer hinzu. Die Kfz-Steuer für Motorräder mit Hubkolbenmotor beträgt nach § 9 KraftStG 1,84 Euro je angefangene 25 cm³ Hubraum und Jahr. Wer nur im Sommer fährt, kann über ein Saisonkennzeichen nachdenken.
Achten Sie beim Kauf darauf, dass Hubraum, Leistung und Leistungsgewicht in den Grenzen der Klasse A1 liegen. Fragen Sie nach Probefahrt, Zulassungsservice und Wartungsintervallen. Für gebrauchte Fahrzeuge lohnt ein Blick auf Gebrauchtmotorradhändler, für Roller auf Motorrollerhändler.
Bei uns eingetragen sind etwa Motorrad-Technik-Hamburg, der AMS Store mit Kawasaki und Suzuki in Berlin und Moto-Tom GmbH. Weitere Betriebe zeigen die Seiten Motorradbetriebe in Berlin und Motorradhändler in München.
B196 eignet sich vor allem für Autofahrer, die eine 125er für den Alltag nutzen möchten, etwa für den Weg zur Arbeit oder für Ausflüge in Deutschland. Wer bereits weiß, dass er größere Motorräder fahren oder Touren ins Ausland unternehmen will, sollte die Kosten eines direkten Einstiegs in A2 oder A gegenüberstellen. Denn die Schulungskosten für B196 werden später nicht angerechnet, und für eine richtige Motorradklasse fallen Ausbildung und Prüfungen vollständig an.
Eine Rolle spielt auch die eigene Fahrpraxis: Wer noch nie auf einem Zweirad gesessen hat, braucht nach den Pflichteinheiten möglicherweise zusätzliche Übungsstunden, was die Kosten erhöht. Wer schon Erfahrung mit Mofa oder Roller hat, kommt oft mit dem Mindestumfang aus. Ehrlich einschätzen hilft hier mehr als ein günstiges Angebot, denn Sicherheit auf der 125er hängt vor allem von der Übung ab.
Nein. Vorgeschrieben ist nur die Schulung mit mindestens neun Einheiten à 90 Minuten. Deshalb fallen auch keine Prüfungsgebühren an.
Zwischen Abschluss der Schulung und Eintragung darf nicht mehr als ein Jahr liegen.
Nein, die Berechtigung gilt nur in Deutschland. Für Fahrten im Ausland brauchen Sie die Klasse A1 oder höher.
Nein, B196 ermöglicht keinen Stufenaufstieg. Für A2 brauchen Sie eine eigene Ausbildung mit Prüfung; mehr dazu im Beitrag zum A2 Führerschein.
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